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Projekt

DER LETZTE HERRSCHER VON HEITENRIED , Openair-Theaterprojekt KG-6.Klasse
 
Schule  Schule Heitenried
1714 Heitenried FR
schulleitung.heitenried@fr.educanet2.ch, http://www.schule-heitenried.ch/
 
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ProjektverantwortlicheR
Name: Mühlematter Ursula
Adresse:Obermonten 161a1713 St. Antoni
E-mail: ursula.muehlematter@fr.educanet2.ch
Telefonnummer: 026 495 03 23
 
Details
Projektbeginn:Sommerferien 08
Projektende:Sommerferien 09
 
Schultyp:Kindergarten, Primarstufe
 
Kurzbeschreibung des Projekts:
Theaterprojekt DER LETZTE HERRSCHER VON HEITENRIED.
Gemeinsames Theaterprojekt von KG-6.Klasse. Miteinander erabeiten wir die geschichtsträchtige Vergangenheit vom Schloss Heitenried, welches heute unser Schulhaus ist. Stufendurchmischt wollen wir miteinander und voneinander lernen. (Schauspiel, Stimmbildung, Improvisation,...)
Gemeinsam mit der ganzen Schule (KG-6.Kl.)stellen wir ein Freilichttheater auf die Beine, welches die geschichtsträchtige Vergangenheit unseres Schlosses, gleichzeitig unser Schulhaus, darstellen soll. Die Geschichte wird geschickt mit dem heutigen Schulalltag verstrickt.
Mehrewert: Wir werden als Gastschule anderen Schulen zur Verfügung stehen am ERFA im März 09 und anhand dieses Projektes gesundheitsfördernde Elemente unserer Schule aufzeigen.
 
Das Projekt konnte zeitlich wie geplant durchgeführt werden:
Ja
 
Ziele:
Als ganze Schule wollen wir gemeinsam ein Projekt angehen. In Zusammenarbeit mit Lehrpersonen, Kindern und herbeigezogenen Fachleuten erarbeiten wir ein Theater.
Ein Ziel ist es, dadurch das Selbstbewusstsein, das Selbstvertrauen und der soziale Umgang untereinander zu fördern und zu stärken. Dadurch, dass wir die spannende Geschichte vom Schloss Heitenried, also unserem heutigen Schulhaus, aufarbeiten und aufführen, werden sich die Kinder umso mehr mit unserer Schule identifizieren können.Auch das Gefühl der Zusammengehörigkeit wird dadurch sicher noch gestärkt.
Suchtprävention beginnt dort, wo Kinder lernen müssen, Rücksicht zu nehmen, aufeinander einzugehen, gemeinsam etwas zu erabeiten, gemeinsam an einem Strick zu ziehen, und zum Schluss zusammen und stolz auf ein gelungenes Werk schauen zu dürfen.
 
Umsetzung:
Bereits in den Sommerferien 08 hat eine Gruppe von 4 Lehrpersonen mit den ersten sichtigen Schritten das Freilichttheater ins Leben gerufen. Ein Drehbuch wurde geschrieben und ein Zeitplan auf die Beine gestellt.
In einem zweiten Schritt trafen wir einen erfahren Theaterregisseur, ehemaliger Lehrer, der uns mit konkreten Tipps beistand.
Die Arbeiten wurden nun auf die Lehrpersonen aufgeteilt, Verantwotliche für Budget, Requisiten, Kostüme, Beleuchtung, Verpflegung, Sponsoring etc. bestimmt.
Mit einem SCHILF-Tag tauchten wir Lehrpersonen definitiv in die Theaterwelt ein. Robb Corell, Schauspieler und Sänger vermittelte uns einen Tag lang die Kunst des Schauspiels und gab und viele Anregungen und Ideen, wie wir konkret mit den Kindern das Theaterspielen und an die Stimmbildung üben können.
Im November 08 organisierten wir einen Gesamtelternabend. Da wurden die Eltern über das grosse Projekt informiert und bereits darauf vorbereitet, dass auch ihre Mithilfe gegen Ende des Projektes dann sehr erwünscht wäre.
Nun werden bis Weihnachten in allen Klassen Improvisations- und Stimmübungen gemacht. Ab Januar 09 werden die Kinder in die Geschichte, das Drehbuch eingeführt. Nun beginnt die konkrete Arbeit. Jede Stufe wird einen Teil des Theaters einstudieren (Das Drehbuch wurde extra so geschrieben, dass es problemlos auf die Stufen aufgeteilt werden kann), die Szenen mit allem Drum und Dran vorbereiten. Robb Corell, der Schauspieler, wird für einzelne Stunden in die Klassen kommen und uns beratend zur Seite stehen. Relativ kurz vor den Aufführungen werden dann die Szenen zusammengesetzt.Nun heisst es auch, die ganze Infrastruktur rund herum in Angriff zu nehmen. Es wird Verpflegungszelte geben, Toiletten müssen aufgestellt werden, die Tribüne, Beleuchtung müssen aufgebaut sein etc. Da werden nun die Eltern mithelfen! Wir haben bereits jetzt sehr viele Zusagen von begeisterten Eltern.
Unsere Teamsitzungen sind nun voll auf das Theater fokussiert. So haben wir an unseren Sitzungen immer wieder Zeit,in den verschiedenen Arbeitsgruppen am Theater zu arbeiten. Die Arbeit ist sehr intensiv für uns alle, und es funktioniert nur darum, weil alle bei uns im Team mit grosser Begeisterung und Engagement mit anpacken!
Auch von der Schulkommission und dem Gemeinderat haben wir die volle Unterstützung für dieses grosse Projekt!
 
Indikator:
Die Kinder arbeiten alle an einer Sache. Ob Kindergärteler oder 6.Klässler, jeder ist ein Teil des Ganzen. Es funktioniert nur, wenn alle ernsthaft mitmachen, jeder ist wichtig, jder zählt. Die Kinder spüren eine Zusammengehörigkeit. Oft gibt es nun auch Situationen, wo klassendurchmischt gearbeitet wird. Grosse helfen den Kleinen, Kleine zeigen den Grösseren, was sie gelernt haben.
Die Schulkinder lernen, dass jedes sein Bestes zu geben versucht, dass niemand ausgelacht wird, weil auch niemand ausgelacht werden will. Das soziale Klima, das Zusammenleben gewinnt an Wert.
 
Bericht über Zielerreichung:
THEATERGEDANKEN
„LIEBE GEMEINDE…“, der Vorhang ist gefallen, in unserem Fall ein ziemlich nasser Regenvorhang, der unser Theaterprojekt schlussstrichartig beendet hat!
Der Tag danach: Etwas müde, aber zufriedene Lehrpersonen und HelferInnen räumen auf, weg und zusammen.
Zusammen? Zusammen arbeiten? Zusammenarbeit war es definitiv! Ohne Zusammenarbeit wäre gar nichts gegangen. Intensiv war sie. Für alle. Gut. Nicht immer nur harmonisch, aber gut. Auseinandersetzungen verlangten nach Raum und fanden ihren Platz. Lösungen waren gefragt. Man fand und arrangierte sich immer wieder aufs Neue. Eine Gemeinschaft aus Kindern, Lehrpersonen, Eltern und Dorf fand sich zusammen. Alle packten nach ihren Möglichkeiten mit an.
Der Aufwand hat sich gelohnt. Begeisterte, strahlende und freudige Gesichter überall. Positive Rückmeldungen aus allen Ecken und Winkeln von Heitenried und sogar weit über die Gemeindegrenze hinaus.
Danke, danke euch allen, die Ihr gekommen seid, um zu schauen, mit zu fiebern, uns zu unterstützen, an uns und unser Projekt zu glauben!
Nun ist es endgültig vorbei, fertig und aus…“ES IST VOLLENDET.“ Bei jeder Gelegenheit fallen mir passende Textstellen aus dem Skript ein.
Ein Auge lacht, das andere weint. So wird es den meisten gehen. Endlich wieder etwas ruhigere Zeiten, denen wir entgegenblicken. Und doch wird etwas fehlen. Das gemeinsame Fiebern, Wetterkarten und –berichte studieren, die Aufregung. Zusammen Verantwortung übernehmen, zusammen entscheiden.
Dieses Band des Zusammengehörens wird bleiben. Wir haben etwas Unvergessliches zusammen auf die Beine gestellt, das uns für immer bleiben wird. Die strahlenden Augen und der warme Applaus des Publikums lassen uns die vielen Stunden Arbeit vergessen . Auf der Strasse, im Laden, in schriftlicher Form als Brief oder per mail, von allen Seiten erreichen uns Komplimente. Nun können wir einfach geniessen, danken und auch ein wenig stolz sein. Auf uns, auf unsere Schule, auf alle Schulkinder, auf das Schloss und auf Heitenried!
In strömendem Regen haben wir zum allerletzen Mal das Schlosslied gesungen, wir, 140 Kinder und ihre Lehrpersonen gemeinsam. Niemand kann uns das mehr nehmen. Unvergesslich wird es bleiben, und das ist gut so. Schön wars. UNVERGESSLICH!

Ursula Mühlematter
 
Wie ist die Zielgruppe in die Projektplanung und -durchführung einbezogen? (Partizipation):
Da das Drehbuch stufengerecht geschrieben worden ist, sollten sich alle Kinder in ihren Szenen wohlfühlen. Für Kinder, die nicht so gerne im Zentrum stehen, hat es genügend Statistenrollen. Kinder, die gerne eine Sprechrolle haben, kommen sicher auch zum Zuge, da wir versucht haben, viele Solche einzubauen, auch wenn sie nur kurz sind, dafür kindergerecht.
 
Wie werden die unterschiedlichen Bedürfnisse der Geschlechter und der sozialen, ethnischen und religiösen Herkunft berücksichtigt:
Wir haben versucht, das Drehbuch so zu schreiben, dass Mädchen- und Bubenrollen gleichmässig vorkommen. Dadurch, dass unser Drehbuch selber geschrieben ist, konnten wir dies sehr gut steuern. Da wir keine religiösen Themen tangieren, sollte niemand mit anderem Glauben verletzt werden.
 
Evaluation:
Wir haben die Vorstellungen extra so gelegt, dass wir nachher noch etwas Zeit haben vor den Sommerferien, um einerseits im Lehrerteam, aber auch mit den Kindern das ganze Projekt verarbeiten und evaluieren zu können. Uns ist es sehr wichtig, dass wir unsere positiven Erfahrungen auch nachhaltig weiternehmen und weitergeben können. Grad die 6.Klässler, die nach den Ferien nicht mehr bei uns im Schulhaus sind, sollen das Erlebte und Gelernte in einer guten Art in die neue Schule tragen können.
 
Die Evaluation konnte wie geplant durchgeführt werden:
 Ja
 
Welche hemmenden/fördernden Faktoren sind aufgetreten:
Alles lief super! Das Interesse war so riesig, dass wir selbst mit einer Zusatzvorstellung nicht allen Leuten ein Ticket zusichern konnten. Gehemmt hat uns gar nichts, das ganze Dorf war mit uns zusammen auf den Beinen und leistete 100 Einsatz.
 
Wir brauchen finanzielle Unterstützung vom Netzwerk Gesundheitsfördernder Schulen:
 Ja
 
Budget
AUSLAGEN:
Tribüne 11 000.-
WC Anlagen 500.-
Beleuchtung 4000.-
Beschallung 1500.-
Zelte Verpflegung 1000.-
Bühnenbild und Torbogen 1500.-
Kostüme und Material 2800.-
Plakate, Inserate 3000.-
Foto 700.-
Material Fotowand 1500.-
Filmaufnahme 500.-
Allgem. Administration 1000.-
Diverses, Unvorhergeseh. 1500.-
Ueli Reymund und Robb 2500.-
Corell, Regiehilfe

Totalauslagen 33 000.-


EINNAHMEN:

Ticketverkauf 18 000.-
Sponsoren und RADIX 12 000.-
Gemeinde 3 000.-

Total 33 000.-

Das ganz genaue Budget könnte jederzeit angefordert werden. Ich habe hier alles etwas vereinfacht aufgelistet.Die Zahlen bleiben jedoch gleich!
 
Welche Projektmaterialien wurden erarbeitet:
Es bleiben viele schöne Erinnerungen für Jung und Alt, materiell bleibt eine professionelle CD mit den Liedern und eine DVD vom Theater
 
Welche Empfehlungen geben wir Schulen, die ein ähnliches Projekt realisieren wollen:
Daran glauben, dass ihr es schafft!!! Positive Einstellung und den Mut, auch mal ein grosses Projekt zusammen anzupcken!
 
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