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Projekt

Pausenkiosk
 
Schule  Primarschule Bronschhofen
9552 Bronschhofen SG
hanspeter.helbling@swil.ch, http://www.psbronschhofen.ch
 
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ProjektverantwortlicheR
Name: Sandra Röthlisberger
Adresse:Schulstr. 6
9552 Bronschhofen
E-mail: sandra.roethlisberger@swil.ch
Telefonnummer: 071 911 75 54
 
Ausgangslage, rsp. Mehrwert oder Vernetzung
Nach der Sonderwoche „Mampf“ 2012 hat unsere Schule die Gesundheitsförderung fest ins Leitbild und somit auch ins Jahresprogramm aufgenommen. Zudem beantragten wir mit Erfolg die Mitgliedschaft des kantonalen Netzwerks Gesunder Schulen St.Gallen.

Initiiert wurde dieses Projekt in einer Schülervollversammlung. Ein Pausenkiosk wurde im Zeitraum von etwa 1 Jahr an unserer Schule bereits einmal von der Kleinklasse und während einer Sonderwoche geführt. Die älteren Schüler kannten daher das Produkt. Mit dem neuen Projekt sollte der Pausenkiosk so geführt werden, dass Kontinuität gewährleistet würde.
Die Fachperson für Gesundheitsförderung wurde von der Schülervollversammlung und der Schulleitung mit der Planung beauftragt. Sie und eine Delegation des Schülerrats besprachen das neue Projekt und die Abmachungen wurden als Grundlage für die Planung benützt.
 
Details
Projektbeginn:1.9.2012
Projektende:1.7.2013
 
Schultyp:Kindergarten, Primarstufe
 
Kurzbeschreibung des Projekts:
Unser Pausenkiosk findet jeden zweiten Freitag statt. Reihum plant und führt jede Klasse zwei Mal pro Jahr den Pausenkiosk durch. Bezahlt wird am Kiosk mit dem Znünipass. Die Vorgaben des „Gesunden Znüni“ von Suissebalance müssen eingehalten werden.
 
Das Projekt konnte zeitlich wie geplant durchgeführt werden:
Ja
 
Ziele:
Die SuS wissen Bescheid, was gesunde Zwischenverpflegung (und was grundsätzlich gesunde Ernährung) ist und sie wenden dieses Wissen auch an.
Sie erhalten konkrete Anregungen für gesunde Zwischenmahlzeiten und bereiten einzelne für ihre Mitschüler/innen zu.
Der Pausenkiosk wird fester Bestandteil des Angebots der PS Bronschhofen und ist im Jahresplan verankert.
Die Eltern sind über das Projekt informiert. Durch Broschüren und Inputs könnten Sie ihr Wissen über gesunde Ernährung erweitern.
Der Zusammenhang von gesunder Ernährung und Lernen/Konzentration ist allen Beteiligen bewusst.
 
Umsetzung:
Der Pausenkiosk wird abwechselnd von einer Klasse geplant und durchgeführt. Bis am Montagabend entscheidet die verantwortliche Klasse über das Angebot und gibt es inkl. Preise allen Klassen bekannt. Deren Lehrperson übernimmt dabei, je nach Altersstufe, eine beratende bis führende Rolle. Die SuS melden der Klassenlehrperson welchen Znüni sie gerne essen möchten und bis Dienstagabend tragen die Lehrpersonen die Anmeldungen in eine dafür vorgesehene Tabelle ein. Die durchführende Klasse berechnet die Lebensmittelmengen, kontrolliert den Vorrat und bestellt bis am Mittwochabend bei den einzelnen Händlern.
Für die Zubereitung und den Verkauf werden 2-4 Helfer (Eltern) beigezogen. Die Znünis werden in der Schulküche hergestellt und dann in den Schulhäusern verkauft. Die Znüni können nur mit einem Znünipass bezogen werden.

Die Kontaktlehrperson für Gesundheitsförderung hat als Hilfestellung für die Lehrpersonen eine Dokumentation mit Checklisten, Adressen, Formularen und Rezepten zusammengestellt. Diese wird laufend ergänzt.
 
Indikator:
Die SuS bringen an „kioskfreien“ Tagen selber gesunde Znünis mit in die Schule.
Der Pausenkiosk wird von einem grossen Teil der SuS genutzt.
Die SuS probieren als Zwischenverpflegung ihnen unvertraute, unbekannte Lebensmittel, wie z.B. Karotten, Fenchel, Brötli mit Frischkäseaufstrich.
 
Bericht über Zielerreichung:
Der Pausenkiosk ist seit dem Schuljahr 13/14 fester Bestandteil der Jahresplanung. Die Klassen konnten sich bereits in den Sommerferien für die Durchführungsdaten einschreiben. Jede Klasse plant und führt den Pausenkiosk ein bis zwei Mal pro Schuljahr durch.
Die SuS haben, auch mit der Sonderwoche „Mampf“ im Hintergrund, bereits ein Bewusstsein für gesunde Zwischenernährung entwickelt. Schon die Kleinsten können zwischen „gesund“ und „nicht gesund“ unterscheiden. Dazu steuert der Zünikreis, der im Kindergarten und der Unterstufe gepflegt wird, auch Wertvolles bei. Jedoch sind die wenigsten SuS soweit, dass sie schon selbständig gesunde Zwischenmahlzeiten den ungesunden vorziehen.

Der Pausenkiosk findet regelmässig jeden zweiten Freitag statt. Er wird von etwa ¾ der SuS regelmässig genutzt. Mit grosser Spannung und Vorfreude werden jeweils die Angebote erwartet. Überzeugen kann man die SuS jedoch erst mit ihnen bekannten Nahrungsmitteln. Bei Unbekanntem wird deutlich weniger bestellt.

Schwächen:
Ein Schwachpunkt des Projekts ist, dass die Anmeldungen nie mit dem Verkauf übereinstimmen. D.h. es werden entweder zu viele Sachen bestellt oder zu wenige. Hier wurden die Lehrpersonen aufgefordert, die Bestellliste bei der Eingangstüre aufzuhängen, damit die SuS bevor sie in die Pause gehen, noch einmal schnell schauen können, was sie bestellt haben.
Auch nicht geklärt ist momentan im Lehrerteam, wie reagiert wird, wenn SuS Speisen nicht gerne haben und diese nicht essen möchten. Das muss an einem der folgenden Konvente besprochen werden.
Zudem ist die Kontaktlehrperson für Gesundheitsförderung, als Verantwortliche, immer noch sehr stark in die Vor- und Nachbereitung involviert.
 
Wie ist die Zielgruppe in die Projektplanung und -durchführung einbezogen? (Partizipation):
An der Schülervollversammlung vom 1.9.2012 wurde mit allen SuS besprochen, welche Bereiche aus der Projektwoche „Mampf“ weitergeführt werden sollen. Die SuS entschieden sich für einen Pausenkiosk. In den Klassen wurden die unten aufgelisteten Punkte besprochen. Mit den Ergebnissen kamen die Klassendelegierten im Schülerrat zusammen. Dort wurden folgende Eckpfeiler festgelegt:
- Wann: jeden zweiten Freitag
- Wo: Pausenhalle Obermatt und Bommeten
- Wer: alle Klassen wechseln sich ab
- Was: entscheidet die Klasse
- Bezahlung: mit einem Znünipass
- Kosten: 1-2 Franken
Von allen Klassendelegierten wurden 5 SuS in eine Arbeitsgruppe gewählt, die anschliessend mit der Fachperson für Gesundheitsförderung die Feinplanung des Projekts übernahmen.
 
Bericht über die Bedeutsamkeit der Partizipation:
An der gesamten Planung des Pausenkiosks waren die SuS beteiligt. Mit der Arbeitsgruppe wurde die gesamte Feinplanung (Logo, Gestaltung Znünipass, Rezepte für Sammlung, Werbetafeln, Pausenkioskregeln, usw.) erstellt. Dadurch war eine schülernahe Umsetzung des Pausenkiosks gewährleistet.
 
Wie werden die unterschiedlichen Bedürfnisse der Geschlechter und der sozialen, ethnischen und religiösen Herkunft berücksichtigt:
In der Arbeitsgruppe waren sowohl Mädchen als auch Knaben aus verschiedenen Altersstufen vertreten. Der Kindergarten wurde nach Absprache mit den Kindergartenlehrpersonen nicht in die Arbeitsgruppe integriert. Erfreulicherweise haben viele Mütter und Väter ihre Hilfe angeboten.

Bei der Planung und Herstellung der Znünis muss auf die religiösen Vorschriften und Vegetarier Rücksicht genommen werden. D.h das mindestens ein Angebot entsprechend geplant werden muss.

Die Chancengleichheit für benachteiligte Familien zu gewährleisten ist jedoch ziemlich schwierig. Durch gerechtfertigte Znünipreise, freie Auswahl und nicht ablaufbare Znünipässe versuchen wir, das Angebot allen Familien zu ermöglichen.

Bei der Auswertung war das Geschlecht keine Variable, die berücksichtigt wurde.
 
Bericht über die Bedeutsamkeit der Berücksichtigung der Kriterien Geschlecht, sowie soziale, ethnische und religiöse Herkunft:
Die Chancengleichheit wurde so weit möglich gewährleistet. Die finanziellen Möglichkeiten der einzelnen Familien bleiben ein Hindernis, jedoch kann die Schule daran nichts ändern.
 
Evaluation:
Eine erste Evaluation der Probephase fand vor den Sommerferien 2013 statt. Dabei wurden alle Eltern, Lehrer, Kindergärtner/innen und SuS befragt. Die Fragebogen wurden dem Alter und dem Bezug zum Pausenkiosk angepasst, d.h. zwischen „Käufer“ und „Organisator und Durchführer“ wurde unterschieden.
Die Fragebogen wurden von der Kontaktperson für Gesundheitsförderung ausgewertet. Die Auswertung fiel sehr positiv aus.
An einem SCHILF in den Sommerferien wurden die Auswertungen dann dem Lehrerteam vorgestellt, gemeinsam diskutiert und bewertet. Bei zwei Punkten musste eine gemeinsame Lösung gefunden werden:
- Die Vorgaben von Suissebalance zum gesunden Znüni:
Diese müssen nun strickte eingehalten werden. Ausnahmen werden keine mehr gewährt, auch nicht auf Wunsch von Eltern oder Lehrpersonen.
- Kindergarten:
Dem Kindergarten werden die Znünis von der durchführenden Klasse geliefert. Das erleichtert den Ablauf für die Kindergärtnerinnen erheblich.
 
Die Evaluation konnte wie geplant durchgeführt werden:
 Ja
 
Welche hemmenden/fördernden Faktoren sind aufgetreten:
Der Pausenkiosk hätte nicht ohne die Unterstützung der Eltern durchgeführt werden können. Zum einen haben Sie uns bei der Durchführung unterstützt und zum anderen dadurch, dass Sie ihren Kindern die Zustimmung für den Kauf eines Znünipasses gegeben haben.

Auch die Zusammenarbeit mit unseren Händlern war sehr positiv. Das Bestellen und die Lieferung der Lebensmittel verliefen stets reibungslos. Dadurch wurde den Lehrpersonen eine grosse Arbeit abgenommen.

Auf der Stufe Kindergarten und Primarschule ist der Aufwand für die Klassenlehrpersonen nicht zu unterschätzen. Je nach Alter muss diese den Grossteil der Planung übernehmen. Auch müssen alle Lehrpersonen hinter dem Projekt stehen, da jede Klasse darin involviert ist.

In der Anfangsphase ist die Kontaktlehrperson ebenfalls ziemlich stark in die Umsetzung des Projekts involviert. Nach und nach müssen aber Vereinbarungen und Regeln getroffen werden, damit das Projekt von der gesamten Schule getragen werden kann.
 
Wir brauchen finanzielle Unterstützung vom Netzwerk Gesundheitsfördernder Schulen:
 Nein
 
Welche Projektmaterialien wurden erarbeitet:
Die gesamten Planungsunterlagen, der Znünipass, die Elternbriefe, die Checklisten, die Umfrageunterlagen, usw. sind einsehbar bei: sandra.mueller@swil.ch
 
Welche Empfehlungen geben wir Schulen, die ein ähnliches Projekt realisieren wollen:
Die Einführung eines Pausenkiosks ist ein guter Einstieg in das Thema Gesundheitsförderung an der Schule. Die SuS lernen den direkten Umgang mit Lebensmitteln und können theoretisch Gelerntes direkt umsetzen. Auch sind die SuS sehr motiviert in der Küche zu arbeiten und es macht ihnen Freude, Znünis herzustellen und zu verkaufen.

Der Einbezug von SuS in die Planung ist sehr wertvoll. Somit ist die kindergerechte Planung und Durchführung des Pausenkiosks gesichert.

In regelmässigen Abständen müssen im Lehrerteam Vereinbarungen und Regeln getroffen werden. Diese sind in regelmässigen Abständen zu reflektieren.
 
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