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Projekt

K o n z e n t r a t i o n
 
Schule  Primarschule Rebacker
8704 Herrliberg ZH
, http://www.schule-herrliberg.ch/schulemenu/primarschule-rebacker
 
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ProjektverantwortlicheR
Name: Brigitte Müller
Adresse:Schulhaussstr..23
8704 Herrliberg
E-mail: brigitte.mueller@schule-herrliberg.ch
Telefonnummer: 058 211 86 22
 
Ausgangslage, rsp. Mehrwert oder Vernetzung
Wir Lehrpersonen der Primarschule Rebacker stellten in den vergangenen Jahren fest,
dass in unserem Unterricht unsere SuS

• sich schwertun, bei Unterrichtsbeginn, nach Pausen aber auch generell, sich auf den Unterrichtsgegenstand zu fokussieren.

• Mühe haben, ihre Konzentration über eine altersgemässe Zeitdauer hinweg aufrecht zu erhalten.

Konzentrationsfähigkeit ist nicht nur für das Lernverhalten von Bedeutung, sondern steht auch im Zusammenhang mit gesundheitsbezogenen Kompetenzen (z.B. Selbstregulation, Selbstwahrnehmung).

Zielgruppe:

Klassen-,Förder- und Fachlehrpersonen der PS Rebacker
Schülerinnen und Schüler der PS Rebacker
 
Details
Projektbeginn:Januar 2017
Projektende:März 2018
 
Schultyp:Kindergarten, Primarstufe
 
Das Projekt konnte zeitlich wie geplant durchgeführt werden:
Ja
 
Ziele:
SuS können angeleitet und zunehmend selbständig ihre Konzentration generieren
und über einen altersgemässen Zeitraum hinweg aufrechterhalten.(Jahrgangs-Zeittabelle)
Sie verfügen über die Kompetenz (=Wissen, Können,Wollen),
Impuls- und Selbstkontrolle auszuüben.(Sie sind sich der Problematik bewusst und können ihre momentane Verfassung selbst beobachten, sie kennen für sie wirksame und erprobte Übungen auf der geistigen und körperliche Ebene, die ihnen helfen, in den gewünschten Modus zu kommen.)
Sie sind in der Lage, bei Unterrichtsbeginn, nach Pausen aber auch generell, sich auf den Unterrichtsgegenstand zu fokussieren.
LPs sind sowohl in der Lage, gezielt einzelne Impulse im Unterricht zu setzen, welche konzentrationsfördernd sind, als auch (mit Begleitmassnahmen) ein aufbauendes Konzentrationstraining mit einer Gruppe über einen längeren Zeitraum hinweg zu realisieren.
 
Umsetzung:
• LP erfahren in einem Referat die nötigen Hintergrundinformationen
(Referentin Frau Marianne Buser Steiger, Volktetswil)
• LP lernen in einem Workshop verschiedene praktische Möglichkeiten für ihren Unterricht kennen.
(bereitgestellte Materialien für Übungen sowie Spiele von der Referentin)
• Freiwillige LPs erhalten für intensives Umsetzungsprojekt zusätzlichen Hilfsmitteln und
Begleitung für 2 Monate

SuS können angeleitet von LPs und zunehmend selbständig
• zu sich kommen (Übungen für die Selbstwahrnehmung,Impulskontrolle, Kennenlernen
von hilfreichen und wirksamen Übungen und Verhaltensweisen)
• zentriert und bei sich sein (Selbstkontrolle ausüben)
• und bleiben (über einen altersgemäss angemessenen Zeitraum)
• aus diesem zentrierten Zustand heraus agieren

• Hilfreiche Literatur:

Marburger Konzentrationstraining (MKT) für Kindergarten,Vorschule und Eingangsstufe

Marburger Konzentrationstraining (MKT) für Schulkinder

Aufmerksamkeitstraining
ADS - Hintergründe und Ursachen, Praxisbuch
Manuela Brunstig, Schubi

Aufmerksamkeitstraining
Materialsammlung
Manuela Brunstig, Schubi

Konzentrationstraining. Ein systematisches Förderprogramm / Konzentrationstraining im 1. und 2. Schuljahr

Konzentrationstraining. Ein systematisches Förderprogramm / Konzentrationstraining im 3. und 4. Schuljahr

Arbeitsblätter fächerübergreifend.
Konzentrationsübungen. 5./6. Schuljahr
 
Bericht über Zielerreichung:
ZIELERREICHUNG

Projektziele:
Alle LPs wurden in die Thematik und ihre Umsetzung an der schulinternen Weiterbildung eingeführt.
Die LPs waren grundsätzlich zufrieden mit der WB, und die Referentin bekam gute Feedbacks.
Diejenigen, welche das Intensivtraining durchführten, konnten Erfahrungen sammeln für weitere Durchführungen und sahen die Erfolge bei den SuS.
Die teilnehmenden SuS äusserten sich in den schriftlichen Befragungen ausführlich über ihre Fortschritte und ihren Bewusstwerdungsprozess, der ein massgeblicher Teil des Erfolges ausmacht.
Über 80 der Sus berichteten über Kompetenzzuwachs und konnten ihn praktisch erläutern!

Strategien und Massnahmen:
Die Zweigliederung in eine Basisveranstaltung mit anschliessend freiwilliger Teilnahme an der begleiteten intensiven Umsetzung hat ermöglicht, dass alle LPs grundsätzlich profitierten und dann abhängig von ihrer momentanen Situation sich für eine zeitintensivere oder moderatere Vorgehensweise entscheiden konnten.

Empowerment:
Die Sus erwarben Bewusstsein für die Wahrnehmung ihrer Aufmerksamkeit im Unterricht, in Prüfungen und in ihrem Lernen und vielfältige Kompetenzen in der Selbststeuerung und dem Aufbau ihrer Konzentration.

Langfristigkeit:
Unsere Lehrpersonen konnten ihr persönliches Repertoire erweitern, welches sie tagtäglich in ihrem Unterrichten einsetzen.Sie wurden durch die Weiterbildung generell sensibilisiert auf diese Thematik und mögliche Umsetzungsvarianten.
Sus, welche am Intensivtraining teilnehmen konnten, zeigten in ihren Rückmeldungen eindrücklich, dass sie grundlegende und hilfreiche Kompetenzen bezüglich ihrer Selbstwahrnehmung und Selbststeuerung in (schulischen) Lernsituationen erwerben konnten. Diese einzusetzen ist ihnen inzwischen wichtig geworden und sie wollen dranbleiben und setzen sie in ihrem Alltag weiterhin erfolgreich ein.
 
Bericht über die Bedeutsamkeit der Partizipation:
Die LPs bekamen eine theoretische Einführung sowie diverse praktische Inputs zur Umsetzung mit den SuS.Sie konnten selbstbestimmt sich in diejenigen Materialien vertiefen, die ihnen geeingnet und hilfreich erschienen.
Fürs freiwillige Teilnehmen am Umsetzungsprojekt (Intensivtraining Konzentration) erhielten sie zusätzlich Begleitung (2 Gruppentreffen zum Austauschen und individuelle Termine, auf Wunsch Einführung des Themas in der KLasse),wo Interaktion gefragt war, sowie diverse Materialien und zusätzliche Ideen in Buchform und digital.Auch da konnten sie individuell entscheiden, welche Formen und Inhalte ihnen für ihre Situation geeignet erschienen und wie und wann sie sie einsetzen wollten.
Die Sus gaben regelmässig Rückmeldung zu den durchgeführten Sequenzen, sodass die LPs ihre
Planung der weiteren Sequenzen laufend den Bedürfnissen der SuS anpassen konnten.
 
Bericht über die Bedeutsamkeit der Berücksichtigung der Kriterien Geschlecht, sowie soziale, ethnische und religiöse Herkunft:
Die Weiterbildung Konzentration wurde von allen Klassen-, Förder- und Fachlehrern der Primarschule Rebacker und der Tagesschule Wetzwil sowie der Kindergartenlehrpersonen besucht.
Die Inhalte sind für alle SuS, egal welcher sozialen, ethnischen und religiösen Herkunft geeignet.
Da sich die Übungen in erster Linie an SuS richten, welche Mühe haben, sich zu konzentrieren und
dafür keine für sie hilfreichen und geeigneten Strategien kennen, ist das Projekt eine gezielte Intervention zur Förderung der Chancengleichheit.
 
Evaluation:
Die Lehrpersonen, welche das Intensivtraining durchführten, wurden mittels eines Fragebogens am Anfang und am Ende des Trainings befragt. Die teilnehmenden Sus wurden vor und nach jeder Trainingseinheit (welche ein bis mehrmals wöchentlich stattfand) zur schriftlichen Selbsteinschätzung auf einer Skala aufgefordert. Zusätzlich wurden sie mittels eines ausführlichen Fragebogens zu Beginn des Intensivtrainigs, nach ca. 3-4 Wochen und dann am Ende sowohl zu ihrem Prozess der Selbstwahrnehmung, ihren Beobachtungen an sich und anderen, zu ihren weiteren Zielen und ihren bisherigen Lernfortschritten befragt. Nebst schriftlichen Äusserungen wurde ihre Selbstwahrnehmung auf der Körperebene zeichnerisch festgehalten.
Sus der ersten und zweiten Klasse konnten die skalierte Selbsteinschätzung problemlos durchführen, äusserten sich zu ihren Beobachtungen, ihrem Prozess der Selbstwahrnehmung und zu ihren Fortschritten jedoch v.a. zeichnerisch und nur bedingt sprachlich.
 
Die Evaluation konnte wie geplant durchgeführt werden:
 Ja
 
Welche hemmenden/fördernden Faktoren sind aufgetreten:
Es handelte sich um ein aktuelles Thema, das alle LPs in irgendeiner Form betrifft (stufenübergreifend).
Die LPs waren grundsätzlich zufrieden mit der WB, und die Referentin bekam mündlich gute Feedbacks.
Die LPs konnten nach der Einführung sofort mit der niederschwelligen Umsetzung beginnen oder nach kurzer Selektionsphase mit den vorbereiteten Materialien das Intensivtraining starte.(zeit- und ressourcenschonend).
Die Kinder im Intensivtraining reagierten positiv, da es sie im Alltag sehr betrifft. Durch diese Betroffenheit machten sie gut mit und profitierten dank des gesteuerten Befragungsprozesses mit Bewusstseins- und Kompetenzzuwachs.
Für den zweiten Teil, das Intensivtraining, war persönlicher und zeitlicher Einsatz gefragt. Da viele unserer LPs zeitlch stark unter Druck sind mit diversen Spezialthemen, stand dies ihrer Teilnahme im Wege.
Es meldeten sich im Anschluss an die WB von den teilnehmenden 43 Personen 4 für eine intensive Umsetzung an (ca.10,schön wären 20 gewesen).
Etwas ungünstig war auch, dass die Referentin ein knappes Zeitfenster hatte und der Theorieteil länger als erwartet ausfiel.So verkürzte sich die Zeit fürs Ausprobieren diverser Anwendungsmöglichkeiten, was von vielen als Ungleichgewicht empfunden wurde.
 
Wir brauchen finanzielle Unterstützung vom Netzwerk Gesundheitsfördernder Schulen:
 Nein
 
Welche Empfehlungen geben wir Schulen, die ein ähnliches Projekt realisieren wollen:
siehe hemmende /fördernde Faktoren
 
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