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Netzwerkschulen


Mittelschule Nidwalden (Kollegium St. Fidelis)

Adresse Mürgstrasse 20
6371 Stans NW
Telefon 041 618 74 66
E-Mail sekretariat@kollegistans.ch
Website http://www.kollegistans.ch
Schulleitung Christoph Gyr
christoph.gyr@kollegistans.ch
Schultyp Sekundarstufe I, Sekundarstufe II
Grösse 28 Klassen, 505 Schüler, 76 Lehrkräfte
Vereinbarung 12.12.2005
 
Kontaktperson   Christoph Gyr
christoph.gyr@kollegistans.ch
 
Kurzprofil
Das Kollegium St. Fidelis in Stans hat einen
Systemwechsel vollzogen: Von der
traditionellen Kanti mit verzettelten
Lektionen und kopflastigen Veranstaltungen
zur Sucht- und Gewaltprävention
hin zur Schule als gesundheitsförderndem
Lern- und Arbeitsort.
 
Programm
2018-2021:

- Optimierung und Umsetzung des Gesundheitsförderungskonzepts

Bisher:
- Gewalt und Mobbing
- Outfit - Umgang mit Schönheitsidealen
- Ernährung und Bewegung
- Sucht

Projekt SCH 309: Jugend und Suchtmittel
 
Dokumente zum Herunterladen:
Symbol PDFKollegium Stans (.pdf)
Gesundheitsförderung am Kollegi Stans
Symbol PDFVerantwortliche (.pdf)
Interview mit den Verantwortlichen für Gesundheitsförderung
Symbol PDFWas wir tun (.pdf)
Umsetzung der Gesundheitsförderung
 
Qualitätsziel 1
siehe Artikel in unserer Schulzeitschrift Stanser Student, Jahrgang 62, Juni 2006

«Wir fördern das Verständnis und die
Verantwortung für die eigene Gesundheit.
»
aus dem Leitbild des Kollegiums
Erste systematische Überlegungen zur
gesundheitsfördernden Schule wurden
im Rahmen der Diplomarbeit «Konzept
Gesundheitsförderung der Kantonsschule
Nidwalden» von Barbara Etienne im
Jahre 2001 gemacht. In den folgenden
Jahren wurden verschiedene Einzelveranstaltungen
durchgeführt, wie schulinterne
Lehrerfortbildung SchiLF, Elternabende
zum Thema Sucht für die 2.
Klassen und ein Projekttag für 3. und 4.
Klassen zu «Jugend und Alkohol». Die
Neukonzeption der «Sonderwoche Frühling
» im Schuljahr 200506 brachte die
Diskussion um die Gesundheitsförderung
als systematische und kontinuierliche
Aufgabe der gesamten Schule ins
Bewusstsein. Das Kollegi ist Ende 2005
dem Schweizerischen Netzwerk Gesundheitsfördernder
Schulen beigetreten.
Dieses Netzwerk bietet Weiterbildung
für Lehrpersonen an, fördert den Austausch
zwischen den Schulen http://www.gesunde-> schulen.ch und bietet sowohl
fachliche als auch finanzielle Unterstützung
an. Eine gesundheitsfördernde
Schule nimmt alle an der Schule Beteiligten
in die Verantwortung: Schüler
und Schülerinnen, Lehrpersonen, Eltern,
Hauspersonal und Behörden. Die
Verantwortung für einzelne Projekte
und Aktionen wird an einzelne Lehrpersonen
und Gruppen übertragen.
Die folgende Auflistung gibt Einblick
in unser ganz konkretes Handeln. Unsere
Aktivitäten auf dem Weg zu einer gesundheitsfördernden
Schule sind den
drei Bereichen Kollegigemeinschaft,
Unterricht und Elternarbeit zugeordnet.
Kollegigemeinschaft
Das Kollegi ist mehr als nur Unterricht.
Im Kollegi zu sein heisst, viel Zeit hier
zu verbringen und einer Gemeinschaft
anzugehören.
Die Hausordnung regelt das Zusammenleben
im Kollegi. Auch hier gilt
bei Anpassungen und Änderungen der
Satz aus dem Leitbild: «Wir beziehen im
Sinne einer demokratischen Grundhaltung
stets die grösstmögliche Gruppe
von Beteiligten in die Entscheidungsprozesse
ein.» Bei Änderungsanträgen
können an der Lehrerkonferenz neben
den Lehrpersonen auch fünf Vertreterinnen
und Vertreter der Schülerkommission
abstimmen. Seit dem Schuljahr
200506 ist festgelegt, dass wir eine
rauchfreie Schule mit zwei Raucherinseln
für Schüler und Schülerinnen ab
der 4. Klasse sind.
Die Foyerleitung steht Schülerinnen
und Schülern in Problem- und Krisensituationen
als erste Anlaufstelle zur Verfügung.
Die Foyerleitung macht Schüler
und Schülerinnen auf dieses Angebot
aufmerksam.
Lehrpersonen können bei Bedarf
Kontakt zu Fachstellen herstellen. Das
Kollegi hat vom Amt für Volksschulen
eine Broschüre bezogen, in der die BeraGesundheitsförderung
6
tungs- und Fachstellen aufgelistet sind.
Die Broschüre wird allen neuen Lehrpersonen
abgegeben.
In den 3. Klassen findet
ein Arztbesuch statt. Die jeweilige
Klasse sammelt zusammen
mit der Klassenlehrperson
vor dem Besuch
Themen, die mit dem Arzt
besprochen werden.
Die Kollegimensa bietet
zu einem subventionierten
Preis eine ausgewogene
Mittagsverpflegung an. Ein
Kiosk wird in den Pausen
betrieben. Die Mensa ist
auch ein Aufenthaltsort
während der Mittagspause.
Den Schülern und Schülerinnen
stehen viele Freizeitangebote
zur Verfügung.
Sie können an Konzerten,
Theatern, an religiösen und sozialen
Anlässen des Foyers mitwirken und
an Sportanlässen und Bildungsreisen
teilnehmen.
Unterricht
Im Unterricht setzen wir uns mit Fachinhalten
auseinander. Jeder Unterricht
soll auch immer die Persönlichkeit des
einzelnen Jugendlichen stärken und die
sozialen Kompetenzen der Schüler fördern.
Durch den Einsatz verschiedener
Lernmethoden unterstützen wir das eigenverantwortliche
Lernen.
Beispiele aus dem Curriculum, bei denen
die Gesundheit thematisiert wird,
sind im Fach Deutsch Jugendbücher
zum Thema Drogen, in der Biologie
AIDS und Verhütung, im Sport Ernährung
und Bewegung und in der Religion
Lebensfragen. Einige 1. und 2. Klassen
nehmen am Experiment Nichtrauchen
teil. Sie verpflichten sich dabei, während
6 Monaten nicht zu rauchen. Das
Experiment Nichtrauchen wird von den
jeweiligen Klassenlehrpersonen in Zusammenarbeit
mit dem Bundesamt für
Gesundheit Arbeitsgemeinschaft für Tabakprävention
durchgeführt.
Regelungen in Bezug auf Suchtmittel
werden bei den Vorbereitungsarbeiten
zur Sonderwoche im Herbst in den einzelnen
Klassen thematisiert: Für die Erkundungswoche
der 2. Klassen gibt es
die Möglichkeit, dass die Schüler einen
Vertrag mit der Klassenlehrperson
unterschreiben, der festlegt, dass sie keinen
Alkohol konsumieren und nicht
rauchen. Für die Sozialwoche der 4.
Klassen werden die Schüler über die Regelung
betreffend Alkoholkonsum bei
einem Gruppenarbeitseinsatz in der
Landwirtschaft informiert. Für die spirituelle
Wanderwoche der 5. Klassen geben
die Lehrpersonen Regelungen betreffend
Alkoholkonsum, Rauchen und
Kiffen bekannt.
Die Gesundheitsgruppe des Kollegis v.l.n.r.: Franz Enderli, Marcus
Townend, Melanie Gabriel, Miriam Herrman, Tanya Zürcher, Birgit
Fröhlich, Reto Melchior, Livio Sperl und Peter Lussy.
David Fux
7
Zur Gesundheitsförderung findet ein
Projekt in den Sonderwochen im Frühling
von 2006 bis 2009 statt. Den 1. bis
4. Klassen steht dieses Jahr ein Tag zur
Verfügung, sich mit dem Thema «Gewalt
» zu beschäftigen.
Elternarbeit
Für die Gesundheitsförderung sind der
Austausch und eine gute Zusammenarbeit
von Schule und Eltern enorm wichtig.
Die Eltern der 2. Klassen werden im
Herbst zum «Elternabend Gesundheitsförderung
» eingeladen. Das Ziel ist, die
Eltern untereinander und mit den Lehrpersonen
zum Thema Gesundheit und
Suchtverhalten ins Gespräch zu bringen.
Nach einer allgemeinen Einführung
in die gesundheitsfördernden Aktivitäten
des Kollegiums tauschen sich
die Klassenlehrperson und je eine weite-
Schülerplakat zum Thema «Gewalt».
re Lehrperson mit den Eltern aus. Ein
Elternabend der 4. Klassen findet im
Rahmen der Sonderwoche im Frühling
zum entsprechenden Thema der Gesundheitsförderung
statt.
Finanzierung
Gesundheitsfördernde Aktivitäten sind
mit Kosten verbunden. Die diesjährige
Sonderwoche zum Thema «Gewalt»
wäre beispielsweise ohne den Beizug externer
Fachkräfte Theaterfalle Basel
nicht möglich gewesen. Deshalb sind
wir auf die wohlwollende Unterstützung
durch die politischen Behörden
angewiesen. Wir sind überzeugt, dass
sich Anstrengungen und finanzielle
Aufwendungen im Bereich der Gesundheitsförderung
lohnen.
 
Massnahmen
Gesundheitsförderung ist keine Floskel an unserer Schule
«Wir fördern das Verständnis und die
Verantwortung für die eigene Gesundheit.
»
aus dem Leitbild des Kollegiums
Erste systematische Überlegungen zur
gesundheitsfördernden Schule wurden
im Rahmen der Diplomarbeit «Konzept
Gesundheitsförderung der Kantonsschule
Nidwalden» von Barbara Etienne im
Jahre 2001 gemacht. In den folgenden
Jahren wurden verschiedene Einzelveranstaltungen
durchgeführt, wie schulinterne
Lehrerfortbildung SchiLF, Elternabende
zum Thema Sucht für die 2.
Klassen und ein Projekttag für 3. und 4.
Klassen zu «Jugend und Alkohol». Die
Neukonzeption der «Sonderwoche Frühling
» im Schuljahr 200506 brachte die
Diskussion um die Gesundheitsförderung
als systematische und kontinuierliche
Aufgabe der gesamten Schule ins
Bewusstsein. Das Kollegi ist Ende 2005
dem Schweizerischen Netzwerk Gesundheitsfördernder
Schulen beigetreten.
Dieses Netzwerk bietet Weiterbildung
für Lehrpersonen an, fördert den Austausch
zwischen den Schulen http://www.gesunde-> schulen.ch und bietet sowohl
fachliche als auch finanzielle Unterstützung
an. Eine gesundheitsfördernde
Schule nimmt alle an der Schule Beteiligten
in die Verantwortung: Schüler
und Schülerinnen, Lehrpersonen, Eltern,
Hauspersonal und Behörden. Die
Verantwortung für einzelne Projekte
und Aktionen wird an einzelne Lehrpersonen
und Gruppen übertragen.
Die folgende Auflistung gibt Einblick
in unser ganz konkretes Handeln. Unsere
Aktivitäten auf dem Weg zu einer gesundheitsfördernden
Schule sind den
drei Bereichen Kollegigemeinschaft,
Unterricht und Elternarbeit zugeordnet.
Kollegigemeinschaft
Das Kollegi ist mehr als nur Unterricht.
Im Kollegi zu sein heisst, viel Zeit hier
zu verbringen und einer Gemeinschaft
anzugehören.
Die Hausordnung regelt das Zusammenleben
im Kollegi. Auch hier gilt
bei Anpassungen und Änderungen der
Satz aus dem Leitbild: «Wir beziehen im
Sinne einer demokratischen Grundhaltung
stets die grösstmögliche Gruppe
von Beteiligten in die Entscheidungsprozesse
ein.» Bei Änderungsanträgen
können an der Lehrerkonferenz neben
den Lehrpersonen auch fünf Vertreterinnen
und Vertreter der Schülerkommission
abstimmen. Seit dem Schuljahr
200506 ist festgelegt, dass wir eine
rauchfreie Schule mit zwei Raucherinseln
für Schüler und Schülerinnen ab
der 4. Klasse sind.
Die Foyerleitung steht Schülerinnen
und Schülern in Problem- und Krisensituationen
als erste Anlaufstelle zur Verfügung.
Die Foyerleitung macht Schüler
und Schülerinnen
 
Evaluation
Gesundheitsförderung
8
Meinungen aus den Klassen 1b und 1c
«Ich fand diesen Tag sehr eindrücklich, denn, wenn man selber nicht
von Gewalt betroffen ist, weiss man nicht so viel, was alles läuft. Auch
bei der Arbeit konnte man viel Neues entdecken, zum Beispiel noch
unbekannte Schimpfwörter.»
«Am Morgen verlief alles ein bisschen chaotisch, weil niemand genau
wusste, wie man die Tonaufnahmen schneiden muss. Dadurch gab es
viel Stress und unsere Gruppe konnte die Kassette erst später abgeben.»
«Ich fand den Vormittag sehr
interessant, weil wir auf sehr
neuen Computern arbeiten
durften. Das Theater am
Nachmittag war interessant,
spannend und lustig. Es war
gut, dass wir selbst während
des Spiels Lösungen für die
Probleme der dargestellten
Jugendlichen finden konnten.
»
«Das Theater war sehr gut.
Wir konnten am Schluss
selbst bestimmen, wie das
Theater enden sollte.»
«Ich fand es interessant, dass
wir so verschiedene Aufgaben
zum Thema Gewalt bekamen.»
«Den Nachmittag fand ich sehr lustig, weil man im zweiten Teil des
Theaterstücks selber eingreifen konnte und den Schauspielern sagen
konnte, was sie besser machen müssen.»
«Am Morgen fand ich super, dass wir ein Interview machen durften,
aber das Hörspiel, das wir selbst erfinden mussten, fand ich ein bisschen
langweilig.»
«Ich fand es Spitze, dass wir dieses Thema durchgenommen haben,
denn es ist momentan ein Thema, das uns alle betrifft.»
«Das Theater am Nachmittag war sehr spannend und lebensecht gespielt.
 
Qualitätsziel 2
Die Identiät der Schülerinnen und Schüler stärken: Wie wirke ich auf mein Gegenüber? Worin unterscheide ich mich von anderen? Womit identifiziere ich mich? Ein wichtiger Aspekt der Identität ist auch die Entwicklung der sexuellen Identität, die sich wie alle anderen Aspekte der Identität im Verlauf des Lebens ändert und weiterentwickelt. Die Jugendlichen sollen unterstützt werden, ihre Sexualität verantwortungsvoll, gesund, selbstbestimmt, lustvoll und sinnlich leben zu können.
 
Massnahmen
Die Schülerinnen und Schüler der 1. bis 4. Klassen (13 bis 17 Jahre alt) beschäftigten sich in der Sonderwoche jeweils einen Tag mit dem Thema Outfit. Sie wurden dabei von externen Fachpersonen begleitet und arbeiteten in geschlechtergetrennten Gruppen. Die Jugendlichen improvisierten unter der Anleitung von Theaterpädagoginnen und -pädagogen. Sexualpädagoginnen und -pädagogen leiteten ein Atelier zu Liebe, Sex und so weiter. Zentrales Thema dieser Tage war die Identität.Unter anderem wurde folgenden Fragen nachgegangen: Wie wirke ich auf mein Gegenüber? Worin unterscheide ich mich von anderen? Womit identifiziere ich mich?
Elemente der Ausstellung derBus zum Thema Homosexualität waren während der ganzen Woche im Theatersaal zugänglich. Die Lehrpersonen besuchten eine Veranstaltung, die Sexualpädagoginnen leiteten.
Am Elternabend referierte eine Fachfrau der Aids Hilfe Luzern.
 
Projekte online
Outfit
Gewalt
Bewegung und Ernährung
Sucht


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