Interessierte Schulen können sich laufend anmelden.
Qualitätskriterien Gesundheitsfördernde Schule
Seit 1997 arbeiten Schulen in der Schweiz nach dem Konzept der Gesundheitsfördernden Schule.
Im Dezember 2007 sind mehr als 700 Schulen auf diesem Weg und haben viele ihrer Ziele erreicht. Immer wieder machen sich aber auch neue Schulen auf den Weg.
Im Rahmen des SNGS sind in den letzten Jahren viele Tools entwickelt worden. Einige davon fokussieren auf spezifische Fragestellungen, andere wiederum eigenen sich für den Einstieg in die Arbeit, einige sind sehr aufwändig und komplex, andere wiederum nur für einzelne Schultypen geeignet. Zu seinem 10jährigen Geburtstag legt das SNGS ein Instrument vor, welches von allen Schulen genutzt werden kann und die Gesundheitsförderung in den Rahmen von Bildung für nachhaltige Entwicklung setzt.
Das Instrument besteht aus 14 Checklisten mit je maximal 10 Qualitätskriterien. Schulen können so in den einzelnen Bereichen eine Standortbestimmung durchführen, den Veränderungsbedarf diskutieren und anschliessend gemeinsam eine Priorisierung vornehmen, um dann entsprechende Massnahmen zu definieren.
Qualitätskriterien Gesundheitsfördernde Schule
Wirkungsevaluation des SNGS
Die Wirkunsgevaluation SNGS wurde durch die Firma Interface im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit und Gesundheitsförderung Schweiz erstellt. Die Evaluation weist zahlreiche und vielfältige verhaltensbezogene Wirkungen sowohl auf der Wissensebene als auch auf der Einstellungs- und Handlungsebene nach. Bei 80 Prozent der Schulen wurde eine Sensibilisierung für Gesundheit festgestellt, bei 74% der gestärkte Zusammenhalt der Schülerinnen und Schüler sowie das verbesserte Verhalten im Hinblick auf das soziale Wohlbefinden (71%. In 58 Prozent der Schulen wurde zudem ein Rückgang der Konflikte zwischen den Schüler/-innen festgestellt.
Hinsichtlich der Wirkungen bei den Lehrpersonen lautete mit 82 Prozent die häufigste Antwort, dass ebenfalls eine generelle Sensibilisierung für gesundheitsfördernde Anliegen stattgefunden habe. Weiter konnte eine Verbesserung der Teamkultur (71%)ein gesundheitsbewussteres Verhalten in Bezug auf das soziale Wohlbefinden (59%) sowie die Vermeidung von Überforderung/Überlastung beobachtet werden.
In Bezug auf das Schulklima berichten 76 Prozent der befragten Verantwortlichen für Gesundheitsförderung über eine positive Wirkung der Projekte.
Die Metastudie von Stewart-Brown 2006 kommt zu ähnlichen Ergebnissen: Programme zur Förderung der seelischen / psychischen Gesundheit in der Schule - einschliesslich solcher zur Prävention von Gewalt und aggressivem Verhalten - zeigen, dass diese Programme zu den erfolgreichsten im Bereich der schulischen Gesundheitsförderung gehören. Unter den erfolgreichen Programmen sind wiederum jene, die die ganze Schule einbeziehen und die von langer Dauer und hoher Intensität sind, am effektivsten.
Die neue Schul- und Projektdatenbank ist online! Dies ermöglicht gezieltes und schnelles Suchen nach Schulen, Themen und Projekten.
Siehe Menu oder Link anklicken: Netzwerkschulen bzw. Projekte


